Die Planung - Teil I

- Werbung wegen Nennung -

 

Es ist Freitagabend und ich sitze mit dem Laptop auf dem Sofa, „Gossip Girl“ läuft und ich bin total eingekuschelt und irgendwie beseelt von der Ruhe. 

 

Schon oft habt ihr nach einem Blogpost über das Thema Hochzeit und unsere Planung gefragt und nun ist es endlich soweit.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich erst einmal ein wenig Abstand von diesem besonderen Tag bekommen und meine Gedanken und Gefühle ordnen und verarbeiten musste. Das klingt jetzt etwas dramatisch, das ist es aber nicht. Doch es ist etwas Magisches, Besonderes und ganz Aufregendes. Das kann man nicht einfach so lockerleicht aus der Hüfte heraus runtertippen. Nein, da gehört Gefühl und Ruhe zu.
Ich hoffe sehr, dass Euch dieser Post gefällt und ihr, vielleicht das Ein oder Andere für eure eigene Planung nutzen könnt. 

 

Um mir den nötigen Überblick verschaffen zu können, habe ich mir ein Notizbuch gekauft, in dem ich einfach alles reinschreiben konnte. Und ausstreichen, kritzeln, malen und planen. Das war mir sehr wichtig.
Wir haben zwar von meiner Schwester kurze Zeit später auch einen richtigen Hochzeitsplaner geschenkt bekommen, aber ich hatte immer etwas Angst dort rein zu schreiben. Denn der sah so schön aus und ich wollte ihn auch nicht verunstalten.
Also habe ich immer im Notizbuch alles vorgeplant und geschrieben und danach schön in dem Hochzeitsplaner festgehalten. 

 

 

- Der erste Schritt -

 

 

Fangen wir mit einem ganz besonderen Moment an. Den Antrag. Das war bis Dato auf jeden Fall einer der schönsten Momente in meinem Leben. Ein perfekter Moment - nur wir Beide. Der letzte Abend im Italienurlaub, Mondschein, viel Wein und das Geräusch der Wellen. Sand zwischen den Zehen und Hand in Hand am Strand spazieren. 

Und dann... dreht er sich um, schaut mich an und sagt mir so wunderschöne Dinge. Auf mal geht er auf die Knie.. und stellt mir die schönste Frage der Welt. Meine Herz pocht, Tränen laufen mir über die Wangen und ich bekomme fast kein Wort raus. Sprachlos, überwältigt und glücklich. So endlos glücklich. JA! Für immer und ewig.

Und dann ging es los. Die Planung. 

Schon auf dem Nachhause Weg aus Italien, haben wir die großen Säulen unserer Hochzeit bestimmt und wurden uns sehr schnell einig. Schon oft hatten wir darüber geredet, wie wir uns diesen Tag vorstellen und von Anfang an hatten wir gemeinsame Träume und Vorstellungen. Ich kann euch sagen, das hilft. Redet! Über alles und jedes noch so kleinste Detail. Das macht Spaß und man kann viel leichter herausfinden, was der Partner eigentlich gerne möchte.

Dementsprechend haben wir ca. 1 Jahr vor der Trauung mit der Planung angefangen. 

 

Zuhause angekommen haben wir den 55. Hochzeitstag meiner Großeltern genutzt, um der Familie von unserer Verlobung zu erzählen. 

An diesem Tag habe ich auch meine Schwester gefragt, ob sie meine Trauzeugin sein möchte. Denn für mich, war das die beste Entscheidung. Sie kennt mich, weiß was ich möchte und worauf ich Wert lege und wird alles Mögliche tun, um auch das umzusetzen. Und genau das hat sie getan.
Wählt eure Trauzeugin also mit bedacht. Sie muss so viel organisieren, sich so so so viel Quatsch von euch anhören und immer eine Lösung parat haben. Sich mit euren Freundinnen zusammentun wegen einem Junggesellinnenabschied, an der Hochzeit immer das Taschentuch bereit haben und einfach einen guten Überblick über alles haben, was noch getan werden muss. Das kann nicht jeder, und das ist auch gar nicht schlimm. Aber vor Allem, muss es eine Person sein, die Eure Ehe beglaubigen soll. Zeuge sein, Eurer Liebe. 
Außerdem solltet ihr euch auch im Klaren darüber sein ob ihr eine oder zwei Trauzeugen haben möchtet, wer eben diese Personen sein sollen und, ob ihr noch eventuelle Brautjungfern dabei haben möchtet. Ich habe mich gegen Brautjungfern entschieden, da ich mich erstens nicht hätte entscheiden können und zweitens wusste ich auch nicht, welche Aufgaben diese Mädels hätten haben sollen. 

 

- Scheune, Datum und Kirche -

 

Für uns stand sofort fest, dass wir gerne im Sommer heiraten würden. Wir arbeiten schon seit einigen Jahren in einer wunderschönen Eventscheune, in der Hochzeiten ausgerichtet werden. Seit dem ersten Tag wissen wir auch, dass wir genau dort heiraten wollten. 

Das bedeutet auch, dass wir schon seit ca. 5 Jahren von Mai - September beinahe jedes Wochenende auf Hochzeiten im Service und als Verantwortliche der Location gearbeitet haben, so einige Dienstleister kennengelernt haben und viele viele viele Erfahrungen im Bereich Planung, Ausführung und Vorstellungen haben. Das hat uns die Planung natürlich sehr erleichtert und wir hatten schnell eine gute Struktur.


Also schrieben wir direkt unserer Chefin, um nach einem freien Termin zu fragen. Das hatte mein Liebster auch schon im Vorfeld getan, und kurze Zeit später stand unser Datum für die große Feier fest. Der 14. Juli 2018 auf dem Wittkielhof in Wittkiel. (In der Nähe von Kappeln - 40 Minuten von Flensburg entfernt)
Genau so sicher wussten wir auch, dass wir gerne kirchlich heiraten wollten. Das sollte dann auch an diesem Tag stattfinden. Also schnell unserem Pastor geschrieben und die Kirche für diesen Tag gesichert. Die Standesamtliche Trauung sollte irgendwann davor sein. Bei dem Datum waren wir uns für etwas längere Zeit noch nicht sicher, denn wir wussten nicht, wie wir diesen Tag zelebrieren wollten. Was aber feststand war: nach der Standesamtlichen Trauung nur kurz Kaffe & Kuchen zu vertilgen, war für uns keine Option. Aber das war auch alles gar nicht so schlimm, denn hier in Flensburg kann man sowieso erst den Tag für die Standesamtliche Trauung genau frühesten 6 Monate vorher reservieren. 

 

Datum, Location und Kirche waren also super schnell geplant. 

 

 

- Gäste und Dienstleister -

 


Weiter ging es dann mit der Gästeliste. Und das ist gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt. Wen lädt man ein? Wo hört man auf? Wen „muss“ man eigentlich einladen? Möchte man das auch? Gibt es dort irgendwelche Normen oder Regeln? Wie viele Gäste hätten wir eigentlich gern? Möchten wir super groß feiern? Oder im kleinen Rahmen? Oder etwas ganz dazwischen? 

 

Da unsere Location perfekt für 80-100 Gäste ist, hatten wir uns diese Zahl auch als Ziel gesetzt. Das klappte auch sehr gut, denn im Endeffekt landeten wir bei 91 Gästen. Außerdem war für uns auch klar, dass wir die Kinder und Partner unserer Freunde auf jeden Fall mit einladen wollten. Die Location bietet viel Platz und die Außenanlage ist auch perfekt für die Kids zum Toben. Wir finden auch, dass Kinder an solch einem Tag einfach eine Bereicherung sind und das ganze oft auch auflockern können. Da waren nicht alle unserer Meinung, aber das ist ja auch völlig in Ordnung. 

Unter den 91 Gästen waren alle Menschen, die uns sehr nahe stehen, unsere Familien und Menschen, die uns in unserem Leben in wichtigen Abschnitten begleitet haben. Und wir können nur sagen, so war es perfekt für uns.

 

Der nächste Punkt war dann für uns die Dienstleister.
Hier mussten wir uns für einen Caterer und Dj entscheiden. 

Zu einem der Caterer aus unserer Nähe, haben wir einen sehr guten Kontakt durch unsere Arbeit in der Scheune. Deswegen stand für uns auch fest, dass das Team vom Schlachter in Ahneby unser Grillbuffett ausrichten sollte. Wir kennen die Qualität des Essens und sind immer sehr zufrieden gewesen. Also haben wir uns auch nirgendwo anders umgesehen. 

Wir haben eine Anti-Pasti-Platte als Vorspeise gewählt und für den Hauptgang Brot, Grillfleisch und Spagetti aus einem frischen Parmesanleib.
Die Salate haben wir von unseren Freunden und der Familie mitbringen lassen. Das fanden wir total spannend und schön, denn so, hat jeder seinen Lieblingssalat mitgenommen und es war eine Riesen Variation auf dem Buffett zu finden. Zum Dessert hatten wir uns für ganz einfachen Obstsalat mit Vanillesoße entschieden, denn die Hochzeitstorte war auch ein Teil der Nachspeise.


Genau so wie beim Caterer, war es übrigens auch bei unserem DJ. In der Scheune haben wir schon viele verschiedne Dj’s erlebt und gehört und irgendwann angefangen, die aufzuschreiben, die uns am Besten gefallen haben. DJ Flo aus Kappeln ist uns einfach immer im Kopf geblieben und nachdem er auch eine Zusage geben konnte für unser festgelegtes Datum, war dieser Organisationspunkt auch abgehakt. Schnell fanden wir einen Termin für das Vorgespräch und alles lief genau nach unseren Vorstellungen. 

 

Wenn man den Wittkielhof für eine Hochzeit bucht, kann man selbst entscheiden, was man alles inklusive haben möchte. Da wir ja das Service-Personal sehr gut durch unsere Arbeit kennen, haben wir uns auch für die Mädels vom Wittkielhof direkt entschieden. Außerdem haben wir auch die Getränke dort gebucht. Hier wird eine Pauschale pro Person berechnet, mit der wir auch sehr gut hingekommen sind. 

 

- Zu guter Letzt - 

 

 

Somit hatten wir nun also alle wichtigen Punkte für eine mittelgroße Feier festgelegt und organisiert. 

Zum Budget werde ich übrigens nichts schreiben, denn das ist bei jedem so unterschiedlich wie beispielsweise die Geschmäcker beim Kleiderkauf. Wir haben eine gewisse Vorstellung der Höhe des Budgets gehabt und diese auch relativ gut getroffen. So ganz genau haben wir das auch nicht nachgerechnet und das werden wir wohl auch nie mehr tun. Für uns war dieses Geld einfach perfekt investiert und der Tag war genau so, wie wir uns ihn gewünscht hatten. 

 

Damit dieser Blogpost nicht all zu lang wird und ihr auch noch etwas haben sollt, zum drauf freuen, werde ich nun den ertsen Teil der Hochzeitsplanung beenden. 

 

Was ich Euch aber auf jeden Fall noch mit auf den Weg geben möchte ist:

  • Redet immer offen und ehrlich über eure Vorstellungen. Keiner kann dem Anderen ins Gehirn schauen oder die Gedanken lesen. Damit beide glücklich und zufrieden werden können, muss die Kommunikation stimmen. 
  • Mach euch einen Plan. Schreibt auf was ihr möchtet und all die Ideen, die in euren Köpfen herumschwirren. Das macht es um einiges Einfacher später eine Struktur herzustellen und Schritt für Schritt planen zu können.
  • Informiert Euch reichlich über die verschiedenen Dienstleister, Sprecht mit euren Familien und Freunden. Teilt Erfahrungen und Gedanken. Das hilft viel. 
  • ABER: lasst Euch nicht zu viel in eure Planung reinreden. Das soll EUER Tag werden. Ein Tag, den ihr niemals mehr vergesst und der nach Euren Vorstellungen ablaufen soll. Ihr bestimmt wo es langgehen soll und es soll Euren Geschmack treffen. Vergisst das nie - ihr macht das alles für Euch!

 

Ich hoffe, dass ich Euch hiermit einen kleinen Einblick in die erste Phase unserer Planung geben konnte. Hättet ihr noch etwas hinzuzufügen? Fehlt euch etwas? Schreibt es mir gerne in die Kommentare, damit ich sie im nächsten Teil mit einbinden kann.

Bis bald,
Bibiana 

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Kommentare: 3
  • #1

    Dominique (Sonntag, 28 Oktober 2018 10:07)

    Ich freue mich schon auf den nächsten Post!�

  • #2

    Celine (Sonntag, 28 Oktober 2018 11:19)

    So wunderschöne Worte. Freue mich auf Teil 2

  • #3

    Sabrina (Sonntag, 28 Oktober 2018 13:00)

    So wunderschön geschrieben ,freue mich auf weitere spande Erlebnisse �