Die Planung - Teil III

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Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich Euch meine Lieben.

 

Ich bin so gerührt von euren Kommentaren sowohl hier auf dem Blog als auch auf Instagram. Es macht Spaß mit euch zu kommunizieren, sich auszutauschen und euch hoffentlich auch ein wenig zu inspirieren. Einfach ein tolles Gefühl.

 

Im letzten Teil ging es also rund um die Kleidersuche. 

Heute werde ich Euch einen Einblick in unsere Papeterie geben und euch erzählen, wie und was wir gemacht haben.

Vor ab: Wir haben alles selbst gestaltet, designt und viel gebastelt. Das war eine riesen Arbeit und hat mich oft zur Verzweifelung gebracht, weil mir alles was mit Design an PC eigentlich gar nicht so liegt, aber ich denke, wir haben damit viel Geld gespart und ich bin am Ende echt super stolz. Das ist irgendwie ein tolles und besonderes Gefühl zu wissen, es selbstgemacht zu haben.

 

Save-the-Date-Karten

 

Nachdem das Datum unserer kirchlichen Trauung und damit auch gleichzeitig das, des großen Festes, wollten wir gerne so schnell wie möglich all unseren Lieben Bescheid geben. So konnten wir uns sicher sein, dass sich alle diesen Tag freihalten und sich auch noch notfalls Urlaub nehmen könnten, bzw. Den Urlaub so planen, dass sie trotzdem kommen können.
Denn das Datum war der 14. Juli und lag somit genau in den Sommerferien. Für uns war das toll, denn wir beide sind Lehrer. Wir hatten vorher eine Woche frei und Zeit alles zu planen und vorzubereiten und danach 5 Wochen um alles abzubauen, zu verarbeiten und wegzufahren.

Aus diesem Grund haben wir uns dafür entschieden, Save-the-Date-Karten zu erstellen. 

 

Die Karten sollten vor Allem schön sein, aber auch nicht so sehr ins Geld gehen. Also habe ich verschiedene Internetseiten durchforstet, mir Ideen und Inspirationen gesucht bei Pinterest und meinen Mann ins unendliche mit Detailfragen gelöchert. 

2016 waren wir auf einer wunderschönen Hochzeit, auf der so tolle Bilder gemacht wurden. Eines davon finden wir so toll und es war schnell klar, dass dieses Bild auf jeden Fall auf der Karte zu sehen sein soll.
Da ich es gerne schlicht und einfach mag, und gerne wollte, dass man alles Wichtige sofort sieht und erkennt, war es schnell entschieden, dass es sich um die Postkarten-Form handeln sollte.

 

Am Besten hat mir die Internetseite www.myprintcard.de gefallen. Hier ist schnell eine Karte gestaltet, alles ist übersichtlich und einfach erklärt und man hat tolle Design-Vorschläge. 

 

Ich liebe das Handlettering und finde diese Schnörkelschrift einfach so so schön. Also musste diese natürlich auch mit eingebunden werden. Doch ich bin mir sicher, dass gerade die etwas älteren Gäste manchmal Schwierigkeiten damit haben, diese Schrift eindeutig zu erkennen und zu lesen, also habe ich mich für einen Mix aus Lettering und klarer, einfacher Druckschrift entschieden. 

Außerdem fand ich es wichtig, dass die gesamte Paperterie zusammenpasst und sich ein roter Faden durch das komplette Konzept zieht. Also habe ich die Karten etwas schlichter gehalten und in Schwarz/weiß bearbeitet, weil ich noch nicht ganz sicher war, wie die Einladungen aussehen sollen. 

Bestellt habe ich die Karten dann am 04. September. Also genau einen Monat nach der Verlobung. 

 

Der Versand klappte super schnell und einwandfrei. Die Qualität der Karten ist einfach toll und ich bin noch jetzt, sehr begeistert.

Versendet haben wir die Karten dann in einem braunen Kraftpapir Umschlag, der gefüllt war mit kleinem rosa- und mint-farbenden Herzkonfetti. Das haben wir selbst ausgestanzt aus Geschenkpapier. Außerdem haben wir alle Karten noch selbst unterschrieben und die Karten, die wir nicht verschicken mussten, sondern persönlich abgeben wollten, haben wir noch ein wenig aufgepimpt. Wir haben Juteband um den Umschlag gewickelt und daran einen kleinen Anhänger geknotet, der mit den Namen der Empfänger belettert war. Auf der Rückseite des Umschlags haben wir unseren eigenen Stempel drauf gestempelt. Diesen habe ich bei www.kukuwaja.de bestellt und bin so froh darüber. Der Stempel kam nämlich einige Male zum Einsatz.

 

Wir haben ganz tolles Feedback von unseren Gästen erhalten und sind froh, diese Karten verschickt zu haben. Denn so wussten alle sehr sehr schnell, wann der große Tag sein sollte und konnten ihn gut in die Jahresplanung mit einbeziehen.

 

 

 

Einladungen

 

Nach dem die Save-the-Date-Karten rausgeschickt wurden, hatten wir erst einmal ein wenig Ruhe und Zeit, uns mit dem Thema Einladungen zu beschäftigen. Das fand ich, ehrlich gesagt, nämlich etwas schwieriger und aufwendiger.

 

Ich hatte mich sehr sehr viel auf Pinterest umgeschaut und auch wieder die verschiedenen Karten-gestaltungs-Seiten durchforstet. Und sehr schnell habe ich mich in die sogenannten „Pocketfold-Karten“ verliebt.
Der Vorteil: Hier ist alles sehr sehr überschaubar, du kannst die Themen selbst auswählen und auch selbst entscheiden, wie viele Kärtchen bzw. Reiter du haben möchtest. Ausserdem können sie wunderschön geschlossen werden, entweder mit Aufklebern, Schnur, Jute oder einem Siegel aus Wachs. 

 

Ich bin dann aber aus allen Wolken gefallen, als ich die Preise für diese Art von Karten gesehen habe. Also dachte ich mir, das kann ich auch selbst machen. 

 

Bei Amazon habe ich die Rohlinge (also die Karte an sich) gefunden und hier haben wir uns auch wieder für Kraftpapier entschieden.
Nachdem diese angekommen waren, habe ich ausgemessen was das Zeug hält und mir so selbst zusammengestellt, wie groß die Einleger und Vorderseite sein sollten. Ich wollte gerne einen farblichen Untergrund haben, so dass die Vorderseite einen kleinen farblichen Rahmen hat. 

 

Das war alles gar nicht so einfach auszumessen, aber nach ganz vielen Skizzen ist es mir endlich gelungen. 

 

Und dann hab ich mit Hilfe von Pages die Einleger und Vorderseite erstellt.
Hier kann ich euch gar keinen wirklichen Tipp geben, denn das alles war so Nervenaufreibend und man muss sich wirklich viel Zeit dafür nehmen. Außerdem muss man Geduld haben. 

 

Ich habe die Maße eingegeben um somit erst einmal die Vorlagen zu haben.

Bei dem Design war uns auch wieder klar, wir wollen Handlettering mit schlichter Schrift kombinieren und einen kleinen Boho-Style haben. Also hab ich tagelang gegoogelt und gesucht, bis ich die perfekte Schriften (Fonds) gefunden habe und tolle Grafiken von Blumen.

 

Bis ich verstanden habe, wie man diese Schriften in meinem Schreibprogramm installiere, hatte ich schon ca. 12476765 Nervenzusammenbrüche. Und dann kam noch dazu, dass die Grafiken der Bilder verwendet werden konnten. 

 


Wir haben uns für eine Hauptseite und 3 verschieden große Einleger entschieden. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Hauptseite findet man die Begrüßung und Ansprache an die Gäste, das Datum und die Grußformel.

 

 

 

 

 

 

Die Überschrift des großen Einlegers lautet „Gut zu Wissen“. Hier haben wir alles wichtige aufgelistet.
Übernachtungsmöglichkeiten, Fahrdienst, die Handynummern der Trauzeugen und die Aufforderung, sich an diese zu wenden wenn irgendwelche Spiele oder sonstiges geplant wird, den Dresscode, die Adressen der Kirche und Location und unseren Geschenketipp. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der mittlere Einleger zeigt den Tagesablauf. Leute, ich sag euch. Das war eine riesen Arbeit und war so schwierig zu gestalten. Aber ich liebe ihn so so sehr! Also! Immer weiter machen und nicht aufgeben. Es lohnt sich. 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der kleine Einleger heißt „Antwort“. Wir haben uns gegen eine Antwortkarte entschieden, da wir sowieso regelmäßigen Kontakt zu unseren Gästen haben und wir es überflüssig finden, in Zeiten von WhatsApp und Emails, die Gäste um Antwort per Post zu bitten.
Also haben wir ein Datum festgelegt und unsere Handynummern zur Sicherheit noch einmal aufgelistet. 

 

Und das war’s eigentlich auch schon.
Die 4 Karten habe ich dann als PDF-Datei gespeichert und bin zu einem kleinen Copy-Shop in unserer Nachbarschaft gegangen, und habe zusammen mit dem Besitzer geschaut, welches Papier uns gefällt und ob alles reibungslos in den Druck gehen kann. Außerdem habe ich hier auch das rosane Papier, für den Untergrund bekommen.

Für den Druck und das Papier haben wir so lächerlich wenig bezahlt. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet und bin ums glücklicher, diese ganze Arbeit auf mich genommen und somit eine menge Geld gespart zu haben.


Die Einladungskarten habe ich dann an einem Abend mit meiner Mama und Schwester zusammen gefaltet, geklebt, gesteckt und beschriftet. Wir haben uns einen ganz gemütlichen Abend daraus gemacht, Sushi gegessen und Sekt getrunken. Das war so schön und hat richtig Spaß gemacht. Ich bin so dankbar diese Hilfe in Anspruch genommen zu haben und dass die beiden mich da so doll unterstützt haben. Ich liebe es zu basteln, mein Mann überhaupt nicht (und das ist auch völlig okay), und allein wäre es einfach eine so riesige Aufgabe gewesen.

 

Eigentlich wollten wir die Karten mit einem Wachssiegel verschließen. Ich hatte Kupferfarbenes Wachs und einen Herzstempel gekauft. Leider war das ein totaler Reinfall. Also haben wir wieder Juteband genommen, unseren Stempel auf kleine Anhänger gedruckt und Namensschilder dran geknotet. Fertig. 

 

Auch hier haben wir ganz tolles Feedback bekommen und von 95% auch die fristgerechte Antwort bekommen. Das war ganz wunderbar und hat uns die weitere Planung sehr erleichtert.

 

Im Endeffekt bin ich wirklich glücklich und stolz darüber, das alles selbst gestaltet zu haben. So hatte ich einfach die Möglichkeit unseren eigenen Stil und die persönliche Note mit einzubinden.

 

 

Papeterie für die Feier

 

Für die eigentliche Feier und die kirchliche Trauung haben wir auch einige Dinge selbst gestaltet. Diese sind im gleichen Stil erarbeitet und wann für unsere Gäste einfach kleine Helferlein.

 

Das Kirchenheft habe ich gestaltet und auch etwas dickerem Papier gedruckt. Dieses dann in der Mitte gefaltet und mit einem Juteband verziert. 

 

 

Auf den Tischen hatten wir Weinflaschen als Kerzenständer umfunktioniert. Auf den Flaschenbauch haben wir dann die Getränkeübersicht geklebt.

 

Außerdem gab es auf jedem Tisch eine Auflistung der Sitzordnung, die in einer kleinen Holzscheibe steckten. Auf der Rückseite befand sich dann auch noch ein kleines Extra. (Dazu aber später mehr…) Unsere Gäste wussten also jeweils, an welchem Tisch sie sitzen sollte und konnten sich ihre Plätze dann selbst aussuchen. Das finden wir um einiges entspannter und schöner. Aber ich denke, das kommt ganz auf die Gäste und den eigenen Geschmack drauf an.

 

Jeder Gast hatte auf seinem Teller eine rosane Serviette, um die ein Juteband geknotet war und daran hing ein kleiner runder Anhänger mit der Aufschrift: „Schön, dass Du da bist!“

 

Dann hatten wir noch ein Schild für die Candybar, eins für das Notfallkörbchen im Badezimmer und eine Anleitung für unsere keine Mojito-Bar.

 

Für die Kinder auf unserer Hochzeit hatten wir kleine Wundertüten zusammengestellt um ihnen eventuell aufkommen Langeweile zu nehmen. Diese waren bellt mit Malutensilien, Knete, kleinen Spielen und Naschen. Das kam sehr gut an und wurde viel genutzt. 

 

 

Außerdem haben wir uns für einen Instagram # entschieden und diesen auf mehreren Schildern gedruckt, damit alle Gäste wissen, welchen # sie nutzen sollen, wenn sie Bilder posten. So konnten wir an den Tagen nach der Hochzeit immer wieder tolle Bilder ansehen. 

Danksagungskarten

 

 

 

Als alles dann vorbei war, wir unsere wundervollen Bilder der Fotografin bekommen haben und aus den Flitterwochen kamen, haben wir uns an die Gestaltung der Danksagungskarten gemacht. Das fiel mir am aller leichtesten, weil ich schon total in der Übung war. 

Diese habe ich wieder im Internet gestaltet und bestellt. Die Qualität ist wieder einmalig und die Karten so wunderschön.
Verschickt haben wir diese wieder in Kraftpapier-Umschlägen und meiner Meinung nach, passen alle Karten wirklich schön zusammen.
Leider haben wir es immer noch nicht geschafft alle Karten zu verteilen. Peinlich! Aber das wird hoffentlich bald der Fall sein. 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Einblick in unsere Papeterie geben und euch dazu Anregen, selbst die Gestaltung zu übernehmen.
Auch wenn es schwierig ist, es macht so viel Spaß und ist einfach so persönlich.

 

Und ich bin jetzt mal gespannt, wie Euch unser Stil gefällt und was ihr zu den verschiedenen Karten sagt.
Wir sind jedenfalls sehr zufrieden und glücklich über all unsere Entscheidungen. Besonders die Mischung aus selber machen und bestellen ist toll.
Seid ihr Team selbermachen oder Team bestellen?

 

Bis bald,

 

 

Bibiana

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Kommentare: 2
  • #1

    Freya (Sonntag, 18 November 2018 09:42)

    So wundervoll geschrieben ♡

  • #2

    Marie (Montag, 19 November 2018 16:15)

    Liebe Bibi,
    dein Blog ist wunderschön geschrieben :-) ich fühle mit :-)
    Freue mich auf weitere Einträge �